VereinGörlitzer Frauen und Mädchen im Aufbruch

8. März 20210
Elisabeth2
Görlitz 08.03.2021. Das Spitzenteam des Görlitzer Frauenhandballs soll mittelfristig in die 2. Bundesliga aufsteigen. Das ist die Vision einer Gruppe Handballbesessener, die heute mit dem „Görlitzer Handballclub e.V. – die GÖRLS“ einen Handballverein für Frauen und Mädchen gründeten.
„Wir bilden in Görlitz seit vielen Jahren tolle Handballerinnen aus. Fast 20 unserer Talente schafften in den vergangenen zwei Jahrzenten den Sprung in die drei höchsten Spielklassen des deutschen Frauenhandballs. Dazu mussten sie jedoch die Stadt verlassen. Das soll nicht so bleiben – Görlitz hat selbst das Potenzial für höherklassigen Handball“, sagten sich Anfang Februar die heutigen Gründer und blickten voraus: „Die nächsten Talente stehen in den Startlöchern – in der Saison 2019/20 war unsere D‐Jugend das Beste, was Sachsen in dieser Altersklasse zu bieten hatte. Sollen wieder alle Talente abwandern? Nein, wir können und werden unseren, aber auch polnischen und tschechischen Talenten den Weg in die Bundesliga ebnen. Unser Ziel ist, die Europastadt Görlitz als ein Leistungszentrum im weiblichen Handball zu entwickeln“.
Als Präsidentin wählte die Gründungsversammlung die Görlitzer Handballerin und Unternehmerin Elisabeth Puschmann (Foto), als Vizepräsident(inn)en Ines Labude, Kathrin Täschner, Jeanette Adam, Thomas Birnstein, Dirk Puschmann, Hannes Zimmermann, Jörg Adam und Uwe Günther.
Als Gründungsvater gilt Thomas Birnstein. Jeweils als Vizepräsident und Manager hat er schon zweimal Frauenteams in die 2. Bundesliga geführt: 2005 (mit Trainer Jörg Adam) den HC Sachsen Neustadt‐Sebnitz und 2013 den HC Rödertal – die Rödertalbienen.
Er sagt: „Das Selbstwertgefühl der Bürger einer Region identifiziert sich ganz entscheidend über den Sport. Von daher kann das Ziel 2. Bundesliga regelrecht elektrisieren. Eltern, Großeltern, Handballfans, Bürger, Wirtschaft, Politik und Verwaltung werden das Projekt unterstützen. In Neustadt/Sebnitz und Großröhrsdorf war es jedenfalls so ‐ warum sollte es in Görlitz anders sein? Und: Als Einspartenverein hat man einfach bessere Chancen. Wer sich den Frauenhandball in Deutschland ansieht, wird das leicht erkennen. In Mitteldeutschland gehört überhaupt kein weibliches Spitzenteam einem Mehrspartenverein an“.
Wichtig ist den GÖRLS aber auch, dass sie ebenso als Förderer des Breiten‐ und Freizeitsports wahrgenommen werden. Jedes Mädchen und jede Frau mit Spaß am Handball ist willkommen.
Dass der Weg in die 2. Bundesliga weit und steinig ist, das ist allen Beteiligten klar. Elisabeth Puschmann dazu: „Im Herbst startet die 1. Frauenmannschaft in der Mitteldeutschen Oberliga (4. Liga) in die neue Saison, da geht es zunächst eher darum, die Klasse zu halten. Zahlreiche Abgänge und die anfangs sicherlich bescheidene finanzielle Ausstattung des Vereins lassen ein höheres Ziel vorerst nicht zu. Die Zweite spielt in der Verbandsliga (6. Liga). Der SV KOWEG Görlitz hat das Spielrecht beider Teams den GÖRLS übertragen. Dafür sind wir sehr dankbar. Wir stehen für Sportfreundschaft und unser Ziel ist ohnehin die gute Zusammenarbeit aller Sportlerinnen und Sportler in der Region. Z.B. freuen wir uns schon auf einen gemeinsamen Sportlerball in der Stadthalle. Bei den Mädchen melden wir von der F‐ bis zur B‐Jugend jeweils mindestens ein Team.
Mit Kathrin Täschner haben wir eine der besten sächsischen Trainerinnen in unseren Reihen. Als Vizepräsidentin Nachwuchs kümmert sie sich außerdem um die sportliche Entwicklung aller unserer Mädchen und wir sind sicher, dass die in den nächsten Jahren noch viel von sich reden machen werden“.

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