Die Entschlossenheit von Görls-Rückraumspielerin Izabela Rzeszotek wird am Sonnabend dringend gebraucht.
Wenn am Sonnabend die Bundesliga-Reserve aus Halle kommt, muss die unerwartet deutliche Niederlage in Meißen verarbeitet sein. Doch die neue Trainer der Oberliga-Handballerinnen vom Görlitzer HC ist vorsichtig optimistisch.
Die Vorschusslorbeeren vor der Saison waren groß für die Oberliga-Handballerinnen des Görlitzer HC: neuer Schwung mit der neuen Trainerin Marzena Hochman, ein für die Liga sehr stark einzuschätzendes Torhüterinnen-Duo, nach mehreren Neuzugängen deutlich mehr Unberechenbarkeit im Angriff und eine Weiterentwicklung der aus dem eigenen Nachwuchs stammenden Talente.
Nach dem klaren Heimsieg zum Auftakt über Aufsteiger Altenburg (32:19) war davon eine Woche später beim Mitfavoriten Meißen wenig zu sehen. Offenbar haben die Köpfe der Görls nicht mitgespielt. Nach einem Fehlstart (0:5) kamen die Görlitzerinnen in diesem Spiel nie wirklich heran, gingen nach der Halbzeit förmlich unter und konnten das Ergebnis (28:20) erst in der Schlussphase etwas erträglicher gestalten.
Trainerin Marzena Hochman sagt: „Das Spiel lief von Anfang an nicht gut für uns. Wir haben im Angriff zu viele einfache Fehler gemacht und hatten eine schlechte Wurfeffizienz. Letztlich haben wir das gesamte Spiel über zu statisch agiert.“ Nur 20 Tore oder weniger in einem Spiel hatten die Görls in der gesamten vergangenen Saison kein einziges Mal erzielt.
Bundesliga-Spielerinnen beim nächsten Gegner sind möglich
Und auf der anderen Seite stand eben ein Team, das sich über den Sommer mit zwei Rödertalspielerinnen erheblich verstärkt hat und auch deshalb zu den Favoriten in dieser Saison in der Mitteldeutschen Oberliga gehört.
Die jungen Spielerinnen des Bundesliga-Kaders, welcher schon am Mittwoch in Dortmund spielte, könnten mit nach Görlitz reisen. „Das wird eine schwierige Aufgabe. Halle hat eine ambitionierte Mannschaft“, sagt Marzena Hochman, die sich aber mehr mit dem eigenen Team beschäftigt.
„Wir müssen nach einer Niederlage wie dieser mit einem Extraschub Moral auftreten. Die einfachen Fehler zu minimieren und die Effizienz zu verbessern, werden die Schlüssel sein. Ich glaube an meine Mannschaft. Wenn wir in der Abwehr aggressiv spielen und unser Spiel offensiv durchbringen, werden wir gewinnen“, strahlt die Trainerin Optimismus aus.
Foto: H.-E. Friedrich, Gert Richter




