1. FrauenPressemitteilungKein guter Tag für den Görlitzer Handball

23. September 2026
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Linksaußen Klaudia Pirog machte mit sechs Treffern ein gutes Spiel, aber es reichte nicht für einen Görls-Sieg.

Die Görls offenbaren im Heimspiel gegen den Hallenser Bundesliga-Nachwuchs, dass sie noch nicht so weit sind wie erhofft.

Die Oberliga-Handballerinnen des Görlitzer HC haben am Sonnabend nach einer insgesamt enttäuschenden Leistung ihre zweite Saisonniederlage im dritten Spiel kassiert und hinken damit den eigenen Ansprüchen hinterher. Gegen den Bundesliga-Nachwuchs des SV Union Halle-Neustadt hieß es am Ende 27:29. Die Niederlage hatte eine Vielzahl von Ursachen. „Das war ein Spiel auf Augenhöhe, in dem wir zu viele Fehler gemacht haben. Wir haben 19 Fehlwürfe und 21 technische Fehler, davon 18 Passfehler, gezählt. Das ist deutlich zu viel“, sagt Dirk Puschmann, gemeinsam mit Marzena Hochman Trainer des Viertliga-Teams.

Schon in der 15:15 endenden ersten Halbzeit offenbarten sich viele Probleme. Die Görls bekamen die wendigen Rückraumspielerinnen der Gäste in der Abwehr kaum in den Griff und zu keinen Tempogegenstößen und damit einfachen Toren. Im Angriff taten sie sich extrem schwer, retteten sich mehrfach mit der letzten Wurfmöglichkeit bei angezeigtem Zeitspiel. Izabela Rzeszotek konnte auf der rechten Rückraumposition ihre Dynamik nicht ausspielen. Von der erhofften Variabilität im Angriff war wenig zu sehen. Das Remis zur Pause ließ aber Hoffnung.
Nach dem Seitenwechsel lief es teilweise in der Abwehr besser, was auch zu einigen Tempogegenstößen und „einfachen“ Toren führte. Aber die von Puschmann angeführten zu vielen Fehlwürfe und Fehler führten dazu, dass die Gäste mit bis zu drei Toren in Führung gingen und die Görlitzerinnen zwar immer wieder herankamen, aber nicht den Ausgleich schafften. In der Schlussphase hatten die Görls dann zweimal die Chance, in Überzahl das Spiel zu kippen. Aber da funktionierte die 6:0-Deckung der Görls nicht. „Da haben wir viel zu passiv agiert, sind nicht herausgetreten“, bemängelte Puschmann nach dem Spiel. Und weil auch zu wenig Entlastung von der Bank kam (mehrere Spielerinnen blieben ohne Einsatzzeit), reichte es am Ende nicht. Eines scheint klar: Die Weiterentwicklung der Görls wird mehr Zeit in Anspruch nehmen als erhofft. Am kommenden Sonntag in Leipzig-Mockau sollte der zweite Saisonsieg her.
Bericht: SZ Frank Thümmler 22.09.2026

Foto: H.-E. Friedrich; Gert Richter

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