Die neue Görls-Spielmacherin Barbora Rachova traf nicht nur bei allen fünf Versuchen vom Siebenmeterpunkt, sondern war auch aus dem Spiel heraus durchsetzungsstark.
Beim 32:19 über Aufsteiger Altenburg glänzen die Handballspielerinnen vom Görlitzer HC vor allem mit Unberechenbarkeit und überragenden Torhüterinnen. Die nächste Aufgabe dürfte schwerer werden.
Die Gegenwehr war zwar, abgesehen von den ersten Minuten, überschaubar, aber dieser nahezu sorglose Saisonauftakt der Handball-Görls in der Mitteldeutschen Oberliga schürt Hoffnung. Beim 32:19 über den Aufsteiger Aufbau Altenburg waren nur die ersten zehn Minuten halbwegs spannend. Nach dem 4:4 (7.) ließen die Görlitzerinnen in den bis zur 51. Minute nur noch neun weitere Gegentreffer zu, erzielten selbst 20.
Charlotte Rothenburger als größte Überraschung
Das Görlitzer Trainerduo Hochman/Puschmann begann früh, Spielzeit auf alle Spielerinnen im Kader zu verteilen. Das führte zumindest gegen diesen Gegner zu keinem Abbruch, eher im Gegenteil. Im Angriff fanden die Görls immer wieder Lösungen, ob im Tempogegenstoß oder im Positionsangriff. „Restlos zufrieden waren wir noch nicht. Im Angriff hätten wir uns in einigen Situationen noch mehr Bewegung gewünscht“, sagt Dirk Puschmann.
Der nächste Gegner wird ein echter Prüfstein
Allerspätestens nach dem 20:10 (40.) wurde die Partie aus Görlitzer Sicht zu einem weiteren Vorbereitungsspiel. „Wir haben in den letzten Minuten ein paar Varianten probiert, die wir bislang auch wenig trainiert hatten“, entschuldigt Puschmann schon fast ein wenig. Dass in der Schlussphase angesichts des Spielstandes die Konzentration in der Abwehr etwas nachließ – geschenkt.
Nach diesem Aufgalopp ist die nächste Aufgabe viel größer. Am Sonnabend treffen die Görls auswärts auf den Vorjahresfünften Meißen, der sich mit zwei Rödertal-Spielerinnen (Wolff und Schoch) und der Ex-Görlitzerin Jenny Lindner erheblich verstärkt hat. Diese drei sorgten beim 33:26-Sieg in Dresden zusammen für mehr als die Hälfte (genau 18) Treffer. Das wird der erste echte Prüfstein für die Görls.
Foto: H.-E. Friedrich, Melanie Brandenburg






































