Zum dritten Spiel der Regionalliga-Meisterrunde mussten unsere Görls beim HC Rödertal antreten – eine echte Mammutaufgabe. Die Gastgeberinnen waren in dieser Saison bis dahin noch ungeschlagen, zudem reisten die Görlitzer Mädchen ersatzgeschwächt durch Krankheit und Verletzung an. Unter diesen Bedingungen konnte die Marschroute nur lauten: Fehler minimieren und so lange wie möglich dagegenhalten.
Der Start verlief allerdings alles andere als ideal. Zwar erarbeiteten sich die Görls ihre Chancen, ließen im Abschluss jedoch die nötige Konsequenz vermissen. Rödertal nutzte seine Möglichkeiten deutlich besser und setzte sich schnell auf 8:2 ab. Eine Auszeit sollte die Mannschaft neu ordnen und den Lauf der Gastgeberinnen stoppen, doch beim 13:3 (15.) war der Rückstand bereits zweistellig. Bis zum 18:8 verlief die Partie dann einigermaßen ausgeglichen, ehe Rödertal kurz vor der Pause noch einmal nachlegte – mit einem 22:8 ging es in die Kabine.
Dort wurde die Zielsetzung neu formuliert: keine 40 Gegentore und den zweiten Durchgang mutiger gestalten. Genau das setzten die Görls anschließend um. In der zweiten Halbzeit agierten sie deutlich entschlossener im Angriff, auch wenn technische Fehler ein besseres Resultat verhinderten. In der Abwehr wurde beherzt zugepackt, starke Aktionen Richtung Tor setzten sich fort.
Zwar ging auch der zweite Abschnitt mit 13:16 verloren, doch angesichts der schwierigen personellen Situation und der schwindenden Kräfte war diese Leistungssteigerung ein echtes Ausrufezeichen.
Unterm Strich rutschen die Görls durch die 38:21 Niederlage zwar auf Platz 4 der Meisterstaffel ab, stehen aber mit zwei Siegen aus drei Spielen weiterhin ordentlich da. Gegen den Topfavoriten der Liga hat die Mannschaft Charakter bewiesen – und gezeigt, dass sie auch in schwierigen Situationen weiterkämpft.




