Zum 10. Spiel der Meisterrunde der Regionalliga Sachsen waren die D-Görls des Görlitzer HC beim VfL Meißen zu Gast. Das Hinspiel in Görlitz war mit 30:22 noch deutlich an Meißen gegangen – doch das Rückspiel entwickelte sich diesmal zu einem echten Handballkrimi.
Die Görlitzerinnen knüpften dabei an ihre starke Leistung aus der Vorwoche gegen Spitzenreiter HC Rödertal an. Die taktische Vorgabe war klar: den starken Rückraum der Gastgeber gemeinsam unter Druck setzen und sich in der Abwehr gegenseitig unterstützen. Genau das setzten die Görls über weite Strecken hervorragend um. Immer wieder halfen sich die Spielerinnen gegenseitig aus – genau so, wie man sich Teamhandball vorstellt.
Auch offensiv lief vieles nach Plan. Mit viel Laufarbeit versuchten die Görlitzerinnen Lücken in der Meißner Abwehr zu erzwingen und banden konsequent und erfolgreich ihre Außenspielerinnen ein.
Über die gesamten 50 Minuten entwickelte sich ein spannendes Spiel, in dem beide Mannschaften immer wieder Führungstreffer erzielten. Mit einem knappen 14:16-Rückstand ging der Görlitzer HC zunächst in die Halbzeitpause. Doch nach dem Seitenwechsel kämpften sich die Görls zurück und übernahmen sogar selbst die Führung. In der 39. Minute schien man beim Stand von 26:23 bereits auf der Siegerstraße zu sein.
Doch Meißen zeigte, warum es zu den Topteams der Liga gehört. Innerhalb von sechs Minuten gelang es den Gastgeberinnen, den Spielstand wieder auszugleichen. Es folgte eine nervenaufreibende Schlussphase, in der beide Teams um jeden Ball kämpften. Am Ende hatte Meißen das etwas glücklichere Ende auf seiner Seite und gewann knapp mit 31:30 (16:14).
Trotz der Niederlage können die Görls viel Positives mitnehmen. Wieder einmal zeigte die Mannschaft, dass sie nicht weit von der Spitze der Liga entfernt ist, wenn sie ihr gesamtes Potenzial auf die Platte bringt.
Eine knappe Niederlage – die sich am Ende fast wie ein kleiner Sieg anfühlt.








